Der Patriarch in seiner Verantwortung: Reinhold Würth - Gespräche mit dem Unternehmer und Mäzen Gebundenes Buch – 27. April 2015 Claus Detjen Frankfurter Allgemeine Buch 3956010868 Wirtschaft / Allgemeines

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Claus Detjen war Journalist bei der Deutschen Welle, Herausgeber von Tageszeitungen, Mitbegründer des privaten Rundfunks und ist Autor von Büchern und Fachbeiträgen zur Medienentwicklung.


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Ulrike_R
17. Mai 2016
Hu00e4tte mir, als ich es bestellt habe, jemand gesagt, dass ich diesem Buch 5 von 5 Sternen geben wu00fcrde, hu00e4tte ich ihn ausgelacht. Patriarchale Strukturen sind so u00fcberhaupt nicht meines. Aber ich war neugierig auf einen der Stars der Wirtschaftsszene in Baden-Wu00fcrttemberg, auf Reinhold Wu00fcrth.

Und tatsu00e4chlich wurde ich total u00fcberrascht. Anders als es der Titel vermuten lu00e4sst, geht es im Gespru00e4ch zwischen Reinhold Wu00fcrth und Claus Detjen weit weniger um patriarchale Unternehemsstrukturen als vermutet. Vielmehr kommt man in den Genuss tiefer Einblicke in die Haltung eines erfahrenen und weit gereisten Mannes, der mit seiner Meinung zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung nicht hinter dem Berg hu00e4lt.

Er ist ein Verfechter der Vereinigten Staaten von Europa, ein Konstrukt, das durch die aktuellen politischen Entwicklungen mehr denn je gefu00e4hrdet ist. In diesem Kontext fand ich Wu00fcrths Einlassungen sehr spannend.

Auch die Medien bekommen ihr Fett weg. Wu00fcrth appelliert an ihre Verantwortung zur sorgfu00e4ltigen Berichterstattung. Auch das wieder ein hochaktueller Bezug, stehen doch die Medien wie selten im Kreuzfeuer der Kritik einzelner Gruppen.

Aus den Grenzerfahrungen der Vergangenheit lernen

Beide, Wu00fcrth und Detjen haben die zweiten Weltkrieg noch erlebt. Kein Wunder also, dass die Erfahrungen dieser grausamen Zeit thematisiert werden. Fu00fcr Reinhold Wu00fcrth ist es wichtig, dass die nachfolgenden Generationen aus diesen existenziellen Grenzerfahrungen lernen. Wenn er jetzt die Szenen aus den Kriegsgebieten dieser Welt und die zunehmend aufgeheizte Stimmung sieht, macht ihm das Angst. Schlimme Erinnerungen werden wach. Erinnerungen, die er keinem seiner Kinder und auch keinem anderen Menschen wu00fcnscht.

Der Patriarch in seiner Verantwortung hat mich gepackt, auch wenn wir uns anfangs nur sehr schwer annu00e4hern konnten. Nach drei Kapiteln hatten wir uns zusammengerauft und ich habe mir politische Zusammenhu00e4nge aus vielen neuen Blickwinkeln angesehen. Und dabei mein Bewusstsein fu00fcr die ein oder andere Situation deutlich erweitert. Danke dafu00fcr.


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